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Sehr gute Promotion im Bereich der Mechanobiologie

[21|02|2020]

Erneut wurde eine sehr gute kooperative Promotion am CANTER / an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik abgeschossen

 

Das Verhalten von Zellen wird stark von deren Wechselwirkung mit ihrer Umgebung beeinflusst. Ein grundlegendes Verständnis dieser Struktur-Funktions-Beziehungen sowohl in gesundem als auch in pathologischem Gewebe ist eine wesentliche Voraussetzung für die Herstellung von dreidimensionalem Gewebeersatzmaterial im Labor, sowie für ein besseres Verständnis von pathologischen Prozessen, wie beispielsweise der Metastasierung von Tumorzellen. In jüngster Zeit hat sich gezeigt, dass insbesondere die mechanischen Eigenschaften der Zellumgebung sowie der Zellen selbst einen entscheidenden Einfluss auf das Zellverhalten hat. Diese gegenseitige Wechselbeziehung steht im Fokus des neuen Feldes der Mechanobiologie. Vor diesem Hintergrund hat sich Frau Kiderlen in ihrer Dissertation mit der Biomechanik von Zellen befasst und die Wechselwirkung zwischen Zellverhalten und -struktur mit der Mikroarchitektur der Zellumgebung analysiert. Dazu nutze sie u. A. einen neuen Messmodus der Rasterkraftmikroskopie, sowie optische Mikroskopie und eine Reihe molekular- und zellbiologischer Verfahren.

 

Die Arbeit von Frau Kiderlen wurde am Centrum für Angewandtes Tissue Engineering und Regenerative Medizin (CANTER) der Hochschule München durchgeführt, wo Frau Kiderlen von der Biologin Stefanie Sudhop und dem Physiker Hauke Clausen-Schaumann betreut wurde. Sie hat ihre Doktorarbeit an der Fakultät für Physik der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie von dem Physiker Joachim Rädler betreut wurde, eingereicht und Mitte Februar erfolgreich verteidigt. Die Promotion wurde vom Verbundkolleg BayWISS Gesundheit des Bayerischen Wissenschaftsforums unterstützt. Die Ergebnisse von Frau Kiderlen wurden bisher in drei Artikeln in referierten Fachjournalen veröffentlicht. Zwei weitere Artikel befinden sich in der Begutachtung. Ihre Doktorarbeit wurde mit magna cum laude (sehr gut) bewertet.