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Hochtemperaturmessungen im Gas-Kanal mittels faseroptischer Sonden

Hochtemperaturtauglicher, miniaturisierter faseroptischer Sensor mit 15 Messstellen; Foto: Hochschule München
Hochtemperaturtauglicher, miniaturisierter faseroptischer Sensor mit 15 Messstellen; Foto: Hochschule München

[11|06|2021]

Photonik-Labor arbeitet an der Entwicklung einer neuartigen Temperatursonde auf Basis von regenerierten Faser-Bragg-Gittern (RFBGs) für die Energiewende

 

Innovative Gasturbinen haben eine große Bedeutung für die Energiewende, denn von ihnen werden bei einer hohen Energieeffizienz immer extremere Lastflexibilitäten gefordert, um die stark variablen Erzeugungsleistungen der erneuerbaren Energien zu kompensieren.

 

Das Labor für Photonik forscht schon seit längerem auf dem Gebiet faseroptischer Sensorik für industrielle und medizinische Anwendungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Entwicklung hochtemperaturstabiler Multipunkt-Sensoren auf der Basis sogenannter regenerierter Faser-Bragg-Gitter (RFBG), welche auch Temperaturen bis über 1.000 Grad Celsius standhalten können.

 

Im Zuge der jetzt unterzeichneten Kooperationsvereinbarung mit der MTU Aero Engines AG wird im Photonik-Labor zusammen mit der MTU an der Entwicklung einer neuartigen Totaltemperatursonde getüftelt. Das Forschungsprojekt ist in das Verbundvorhaben InnoTurbinE der Arbeitsgemeinschaft Turbo, an dem neben der Hochschule München sieben weitere Universitäts-, Hochschul- und Forschungsinstitute sowie drei Industriepartner beteiligt sind, eingebunden. Durch den Einsatz der faseroptischen Sensorik auf Basis von RFBGs will die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Johannes Roths eine Sensortechnologie entwickeln, die erstmals das radiale Profil der Strömungstemperatur unter den Umgebungsbedingungen im Inneren einer Gasturbine mit 15-20 Messstellen detailliert und mit hoher Genauigkeit erfassen kann. Damit können effizienzsteigernde Maßnahmen in Gasturbinen experimentell besser überprüft werden, was einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung hochflexibler und effizienzoptimierter Turbomaschinen liefert.

 

Weiterführende Informationen zum Gesamtprojekt: Link

 

Prof. Dr. Johannes Roths, Kathrin Resch