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Ausgezeichneter Konferenzbeitrag

[21|06|2021]

Goran Erik Hallum erhielt für seinen Vortrag auf der Laserkonferenz 2021 in Japan einen „Outstanding Students Paper Award“

 

Goran Erik Hallum (Foto: privat) arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Prof. Heinz P. Huber am Laserzentrum. Anfang Juni 2021 erhielt er auf dem 22nd International Symposium on Laser Precision Microfabrication (kurz LPM) den „The LPM 2021 Outstanding Student Paper Award (Full Oral Presentation)“ für seinen Vortrag „Time resolved ablation dynamics of indium tin oxide“.

 

Indium-Zinn-Oxid (ITO) ist ein neuartiges Material, welches im sichtbaren Spektrum transparent jedoch zeitgleich elektrisch leitfähig ist. Daher ist es ein wichtiges Material um als transparente Frontelektrode in der Photovoltaik, LEDs sowie bei fast allen Displaytechnologien eingesetzt zu werden. Als Frontelektrode muss ITO den Strom aus den flächigen Bauelementen ableiten.

 

Bei der Anwendung als Frontelektrode müssen Strukturen wie z.B.: Gräben in das Material geritzt werden, um Bereiche voneinander elektrisch zu isolieren und diese zu funktionalisieren. Eine präzise sowie saubere Linienstrukturierung auf meist Glassubstraten kann beispielsweise mit gepulsten Lasern durchzuführt werden. Jedoch fehlt bis dato ein Verständnis der zugrundeliegenden Ablationsmechanismen.

 

Das Projekt MATRIKS (Zeitaufgelöste Mikroskopie und simulationsgestützte Analyse der Ablation dünner, transparenter, leitender Schichten mittels ultrakurzgepulster Laserstrahlung) ist ein von der DFG gefördertes Forschungsprojekt, welches in Kooperation mit dem Laserzentrum der Hochschule München und der RWTH Aachen erfolgt. Ziel des Projektes ist es, ein detailliertes Verständnis der Licht-Materie-Wechselwirkung zwischen ultraschnellen Laserpulsen (10-12–10-15 Sekunden) und ITO Dünnfilmen zu erlangen. Hierdurch versprechen sich die Forschenden, den Laser als präzises, sauberes und effizientes Werkzeug für die großtechnische Produktion von Solarzellen und Displays einzusetzen.

 

Änderung der relativen Reflektivität von ITO, 500 ps nach der Laserbestrahlung. Foto: Laserzentrum, Hochschule München

 

Das 22nd International LPM-Symposium, ist eine jährliche, internationale akademische Konferenz in Japan, die 149 Vorträge umfasste. Aufgrund der COVID-19 Pandemie fand die Konferenz in diesem Jahr auf einer virtuellen Plattform statt. Diese Konferenz zieht viele renommierte Forschungsgruppen auf dem Gebiet der Lasermikrobearbeitung an, insbesondere im Hinblick auf die grundlegende Laser-Materie-Wechselwirkung und Laser-Materialbearbeitung.

 

Sechs Preise wurden insgesamt für die besten studentischen Vorträge vergeben. Goran Erik Hallum erhielt einen davon. Wir gratulieren ihm herzlichst dazu.

 

Goran E. Hallum, Prof. Heinz P. Huber, Kathrin Resch