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Frank Hirschvogel Stiftung kooperiert mit Studierendenprojekt Salat-o-mat

[29|09|2021]

Das Projektmodul im Master Mechatronik zum Salat-o-mat erhält umfangreiche Förderung

 

Smart gärtnern in der Stadt ist der Gedanke, der hinter dem aktuellen Projekt steht, das als Projektmodul im Master Mechatronik von Studierenden entwickelt und mit Hilfe ihrer Projektpartner realisiert werden soll. Das entwickelte Konzept greift die Idee von Farmbots auf, dabei geht es um Smart-Farming-Plattformen, die Technologien wie künstliche Intelligenz oder das Internet of Things (IoT) mit smarten Agrarrobotern kombinieren.

 

Ziel für die Studierenden im Projekt ist, dass der Roboter - der Salat-o-mat - seine Aufgaben, die Samen in die für die Aufzucht der Pflanzen vorgesehen Hydroponikbehälter einzusetzen, und die Pflanzen mittels geeigneter Werkzeuge zu pflegen und zu ernten, automatisiert erfüllen soll. Dabei sollen die Hydroponikbehälter durch ein Fahrerloses Transportsystem zu den vorgesehen Regalen befördert werden.

 

Greenhouse on the roof

 

Im Rahmen dieses Salat-o-mat-Projekts wird zwischen März 2021 und September 2023 ein Pflanzenroboter für ein automatisiertes Gewächshaus auf dem Dach des Gebäudes gebaut, in dem das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) untergebracht ist. Das SCE fördert dieses Studierendenprojekt auch zum einen durch Beratung und unterstützt im Projektmanagement aber auch mit finanziellen Mitteln.

 

Das Projekt zum Salat-o-mat ist in drei Teilprojekte unterteilt. Im ersten Jahr wird der Pflanzenroboter mit den notwendigen Werkzeugen entwickelt. Momentan wurde das Teilprojekt Eins mit fertig geschriebenem Lasten- und Pflichtenheft sowie die Konzeptentwicklung bis Ende des Sommersemesters abgeschlossen. Die Zwischenergebnisse wurden in einer Abschlusspräsentation Ende Juni vorgestellt sowie die weiteren Aufgaben an die nachfolgenden Studierenden im Projekt übergeben.

 

Weitreichende Kooperation durch die Frank Hirschvogel Stiftung

 

Ab Wintersemester 2021 werden der Pflanzenroboter und die dazu gehörigen Werkszeuge produziert. Die Fertigung der Bauteile und Prototypen soll mit 3D-Druck-verfahren realisiert werden. Das Projektteam will für die ehrgeizigen technischen Ziele einen Multimaterialien-3D-Drucker zur Herstellung von Bauteilen aus den verschiedenen Materialien (Kunststoffe, Keramiken, Metallen, Komposite) einsetzen. Hier greift die Unterstützung durch die Frank Hirschvogel Stiftung, die die Anschaffung eines solchen Druckers großzügig bezuschussen ebenso wie die Beschaffung weiterer Arbeitsmittel.

 

Neben der finanziellen Unterstützung bietet die Stiftung den Studierenden für das Projekt auch Beratung und eine sehr weitreichende Unterstützung in ganz praktischer Form: die Projektteams können die Labore, die Werkstätten sowie das Unternehmensnetzwerk der Firma Hirschvogel nutzen. Es besteht somit die Möglichkeit komplexe Bauteile mit Additiv Manufacturing in der Firma zu fertigen oder die Montage oder mechanische Bearbeitung für dieses Projekt in den Werkstätten bei der Firma machen lassen.

 

Die Frank Hirschvogel Stiftung fördert ganz im Sinne ihres Slogans „Brücken bauen. Zukunft gestalten.“ gemeinnützige Projekte unter anderem „aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung zu den Themen Umweltschutz, Soziales, Ökologie, Technologie und Wirtschaft in bayerischen bzw. deutschen Hochschulen und Instituten“. Die Unterstützung durch die Stiftung wurde von Prof. Dr. Gia-Khanh Pham in die Wege geleitet, der im Labor für Werkstofftechnik bereits mit Multimaterialdruck arbeitet und die Studierenden in diesem Projekt mit seinem Spezialwissen unterstützt.

 

Auf die Zukunft vorbereiten

 

Das Projektmodul im Master Mechatronik, das immer über zwei Semester läuft und in der Modulverantwortung von Prof. Dr. Peter Leibl liegt, soll die Masterstudierenden auf ihre kommende Arbeitsumgebung vorbereiten, indem es mögliche betriebliche Abläufe simuliert. Unternehmensnah sollen unterschiedliche Aufgaben in Teams bearbeitet werden, wie u.a. Konzeption, Design, Prototypaufbau, Simulation, Test und Projektmanagement. Anfang des ersten Semesters gibt es jeweils eine Aufgabenstellung und zum Ende eine Präsentation der Ergebnisse. Dabei arbeiten die Studierenden eigenständig in den von ihnen selbst gewählten drei Abteilungen Mechanik, Elektronik und Software sowie eine Gruppe in der Verwaltung. So sollen in diesem Mastermodul jene Projektprozesse nachgebildet werden, die Ingenieurinnen und Ingenieure später in der Industrie als ihre alltäglichen Aufgaben vorfinden werden.

 

Prof. Dr. Gia-Khanh Pham, Kathrin Resch